Kurt und Philip
Herstellung

Altes Sennhaus

in Warth am Arlberg

Das aus historischer Sicht bemerkenswerte Gebäude der alten Sennerei in Warth wird derzeit von der Gemeinde umgebaut. Wohl kaum ein anderes Gebäude im Ort würde sich dafür so sehr anbieten, die extremen strukturellen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte (von der Landwirtschaft zum Fremdenverkehr) zu veranschaulichen. Auch der alte Gedanke der Genossenschaft – das gemeinsame Tun – spielt eine wichtige Rolle.

Wir – die Familie Sojer, Betreiber der Lechtaler Naturkäserei in Steeg – haben nun die wundervolle Aufgabe erhalten, dieses Konzept gemeinsam mit unseren Kindern zu verwirklichen.
 
So entsteht in den nächsten Monaten ein kleines, gemütliches Restaurant mit Bar, ein Verkaufsraum für die hausgemachten Milchprodukte und weitere regionale Köstlichkeiten sowie eine Ausstellungsfläche über die Geschichte des Ortes und der Sennerei. Die Neueröffnung ist im Dezember 2020 geplant.
 
Planansichten vom Architektenduo „gmeiner & miatto“
Postkarte

Die Geschichte

Die Jahreszahl am Giebel lässt darauf schließen, dass
das Gebäude um 1600 errichtet wurde. In dieser Zeit der Pfarrerhebung von Warth ist eine verstärkte Siedlungs-tätigkeit im Ort feststellbar. Bis zum Beginn des 20. Jahr-hunderts wurde das Haus als Wohnhaus genutzt. 1911 wurde in Warth eine Sennereigenossenschaft gegründet. Diese erwarb das Wohnhaus mit der damaligen Haus Nr. 2. und wandelte dieses zu einem Sennereigebäude um. Davon zeugen der noch immer vorhandene Sennkessel sowie die Lagerräume zur Reifung des damals erzeugten Käses.

Postkarte von Warth mit dem
alten Sennereigebäude (um 1900)